Raus aus dem Hamsterrad
Steffen Volk 2. Juli 2012Hello!
Heute gibt es keine Tipps zum ungewöhnlichen Leben, sondern eine kleine persönliche Geschichte aus meinem Leben die dich inspirieren soll.
Ich habe vor knapp drei Wochen beschlossen meinen Job hinzuschmeißen.Klar, vielleicht nichts ungewöhnliches wenn man sich z.B. mit dem Chef nicht versteht, die Kollegen auf Krawall gebürstet sind oder die Aufgaben einfach stupide sind.
Wenn man sich zudem nur von der 5-Minuten Terrine ernähren kann, dann ist die Entscheidung hoffentlich klar.
All das war aber bei mir nicht der Fall. Gute Firma, Tolle Kollegen wovon die meisten Freunde waren und weiterhin sind, ein gutes Gehalt, Auto und ne spannende Aufgabe.
Da stellt sich doch die Frage: WTF?!
Richtig. Das ist aber glücklicher weise nicht die typische Reaktion in meinem Freundeskreis. Denn ich habe meistens mit Menschen zu tun die Entscheidungen vielleicht nicht immer gut finden oder verstehen, aber sie wenigstens akzeptieren.
Also Warum?
Ganz einfach. Ich habe gemerkt das es das nicht ist. In den letzten Monaten habe ich mich so sehr verändert und weiterentwickelt das es mir schon schwer gefallen ist morgens den Anzug anzulegen, Krawatte, Rasieren und dann ab ins Hamsterrad. Ins Leben in Uniform, wo nicht viel Platz für Kreativität, Authentizität und gute Ideen ist. Denn wir sind ja professionell, da macht man das so.
Diese Antwort hab ich leider bekommen und das stellt mich nicht zufrieden.
An alle die denken: „Ja das ist ja aber so, man muss doch professionell sein.“
Ein kurzer Ausraster meinerseits: DAS IST BULLSHIT!
Stell dir einfach kurz die Frage wie professionell und kompetent du bist wenn du einen Anzug und Krawatte brauchst um das zu beweisen. Und ja, ich habe genug Erfahrung um das Beurteilen zu können. Und ja, wenn ich in der Lage bin „mit den Großen“ auf Augenhöhe zu sprechen und mein Geschäft verstehe dann brauche ich keinen Anzug.
Ende der Durchsage.
Ich bin also einfach so gegangen. Ohne neuen Job, bin potentiell „ARBEITSLOS“! Oh mein Gott!
Das macht man nicht! Zum Glück bin ich nicht „man“, sondern ich.
Ganz ehrlich, ich will viele Sachen machen. Einfach die Dinge auf die ich wirklich Bock hab und die finden einfach nicht im 40 Stunden-Woche-Hamsterrad statt. Sondern da draußen. Dort wo du Entscheidungen treffen musst. Wo die Welt noch der Spielplatz ist den wir als Kinder so gerne hatten. Wo es noch egal war was irgendjemand denkt und wie dich jemand beurteilt, weil es schlichtweg keine Rolle spielt.
Letzen Endes geht es mir um ein unagepasstes Leben. Denn das bin ich und das will ich. Mein Traum war es z.B. immer die Schreiberei mit meinem Hobby Gaming zu vereinbaren und das habe ich noch nie versucht. Guess what, dass werde ich jetzt tun. Ich folge meinen Träumen.
Egal was passieren wird, egal was kommt, ich hab mich niemals besser bei dem Gedanken gefühlt das nicht zu wissen.
Danke fürs Lesen!
Love,
Steffen
